Die 50-30-20-Regel gehört zu den bekanntesten Budget-Faustformeln — 50 % für Fixkosten, 30 % für Wünsche, 20 % fürs Sparen. Nur: Bei vielen Gehältern in Deutschland geht diese Rechnung schlicht nicht auf.
Warum die Regel bei niedrigeren Einkommen kippt
Miete allein frisst in vielen Städten schon 35–40 % eines mittleren Einkommens — dazu Nebenkosten, Versicherungen, Grundversorgung. Wer bei einem Nettogehalt von 2.200 € wohnt, kommt oft schon bei den Fixkosten über die 50 %-Marke, bevor Wünsche oder Sparen überhaupt zur Sprache kommen.
Die 50-30-20-Regel als Richtwert, nicht als Gesetz
Sinnvoller ist, die drei Kategorien als Ausgangspunkt zu nehmen und die eigene reale Aufteilung daneben zu legen — die Abweichung zeigt oft genauer, wo der Spielraum tatsächlich liegt, als das starre Schema selbst.
Wie du deine reale Aufteilung siehst
Der Finanzplaner zeigt dir deine tatsächliche Verteilung zwischen Fixkosten, variablen Ausgaben und Rücklagen — als ehrlichen Ausgangspunkt statt einer Regel, die nicht zu jedem Gehalt passt.