Wie hoch wird meine Rente? Am Ende deiner jährlichen Renteninformation steht eine Zahl — aber kaum jemand versteht, wie sie zustande kommt. Dabei stecken dahinter nur drei Werte, die du kennen solltest.
Wie hoch wird meine Rente eigentlich berechnet?
Die gesetzliche Rente folgt einer festen Formel, keiner Blackbox:
Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald du weißt, was jeder Wert bedeutet:
- Entgeltpunkte: dein Gehalt im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten, Jahr für Jahr summiert. Ein Durchschnittsverdiener sammelt etwa einen Punkt pro Jahr.
- Aktueller Rentenwert: ein bundesweit festgelegter Eurobetrag pro Entgeltpunkt, der jährlich angepasst wird.
- Zugangsfaktor: 1,0 bei Renteneintritt zur Regelaltersgrenze — bei vorzeitigem Bezug dauerhaft niedriger (siehe unser Beitrag zu Rente mit 67).
Wo du deine Werte findest
Deine bisherigen Entgeltpunkte stehen in deiner jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung — meist im mittleren Teil, unter der Überschrift „bisher erworbene Entgeltpunkte".
Wie hoch wird meine Rente wirklich? Die 3 entscheidenden Zahlen
Wenn du wissen willst, wie hoch deine Rente wird, brauchst du nur diese drei Werte im Blick zu behalten:
- Deine Entgeltpunkte — der einzige Wert, den du aktiv beeinflusst: durch Gehalt, Beitragsjahre und Lücken (z. B. Elternzeit, Arbeitslosigkeit)
- Der aktuelle Rentenwert — kannst du nicht beeinflussen, wird jährlich politisch angepasst
- Dein Zugangsfaktor — hängt davon ab, ob du zur Regelaltersgrenze, früher oder später in Rente gehst
Was du tun kannst, wenn die Zahl zu niedrig ist
Die einzige Stellschraube, die wirklich in deiner Hand liegt, sind die Entgeltpunkte: länger arbeiten, Lücken vermeiden, Gehaltssteigerungen mitnehmen. Der Zugangsfaktor lässt sich durch einen späteren statt vorzeitigen Rentenbeginn verbessern. Und was die gesetzliche Rente am Ende nicht schließt, nennt sich Versorgungslücke — dazu gibt's im Blog schon einen Beitrag, falls du direkt nachrechnen willst.